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Neues von der Förde: „Wassersarg“

Der dritte Kiel-Krimi von Angelika Svensson

Der Norden verschwindet allmählich unter einer dicken Schneedecke, alles schnieft und hustet und in der Wohnung von Kommissarin Lisa Sanders ist auch noch die Heizung ausgefallen. Genau an diesem Morgen wird die Leiche eines Mannes gefunden. Er liegt erschlagen am Ufer des Nord-Ostsee-Kanals. Lisa Sanders und ihre Kollegen nehmen die Ermittlungen auf. Auch Staatsanwalt Thomas von Fehrbach wird in die Ermittlungen mit einbezogen – was Lisa gar nicht schmeckt: Nach einigen Momenten der Nähe versucht sie seit Längerem, sich den smarten Staatsanwalt aus dem Kopf zu schlagen, allerdings mit mittelmäßigem Erfolg… 

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Cover: Droemer-Knaur

Zurück zur Leiche: Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um einen Sexualstraftäter handelt, der wegen des Missbrauchs und Mordes an zwei kleinen Jungen 17 Jahre lang im Gefängnis saß und nach seiner Freilassung in Kienholz im Haus seiner verstorbenen Mutter gelebt hat. Carsten Hunold hatte außer zu seiner Nachbarin Berta keinen Kontakt, wurde immer wieder von den Dorfbewohnern und einer Gruppe Neonazis bedroht. Für die Ermittler beginnt die fieberhafte Suche nach Mordmotiv und Täter. War es eine verspätete Racheaktion der Eltern der getöteten Kinder? Haben die Neonazis etwas mit Hunolds Tod zu tun? Gab es weitere Personen, die ihm nichts als den Tod gewünscht hätten?

Die Spurensuche führt Lisa und Fehrbach auch auf Lisas Heimatinsel Sylt – und gerade, als sie denken, einer wichtigen Spur zu folgen, geschieht ein zweiter Mord und auch die Annäherung zwischen Kommissarin und Staatsanwalt dauert leider nur kurz und wird im nächsten Augenblick weggespült…

Alles, was einen spannenden Krimi ausmacht

Mit „Wassersarg“ bietet Angelika Svensson alles, was ein spannender Krimi braucht: Ein brutaler Mord, eine Menge Motive, spannende neue Entwicklungen, die sich während der Ermittlungen auftun und nicht zuletzt zwischenmenschliche Beziehungen und Begegnungen, die den Figuren Leben und Charakter verleihen. Lediglich das Auftauchen ihrer verschwunden gegalubten Schwester und die etwas konstruiert wirkenden Zufälle drumherum waren mir persönlich dann doch zu viel der Dramatik.

Angelika Svensson erzählt ihre Geschichten anschaulich und nachvollziehbar und ihre Krimis haben einen hohen Unterhaltungsfaktor. Ganz besonders gut finde ich, dass ich an vielen Schauplätzen des Buches schon selbst gewesen bin: Herrn krimiundkeks habe ich vor fast genau zwei Jahren im Leuchtturm Kiel-Holtenau geheiratet, wenn wir in Kiel sind, buchen wir uns immer in einem sehr gemütlichen Hotel in der Nähe des Uniklinikums ein – dort besucht Lisa im aktuellen Fall ihren kranken Chef – und auch die Umgebung der Stadt ist mir vertraut.

Mein Fazit: „Wassersarg“ ist eine gelungene Fortsetzung der Kiel-Krimis von Angelika Svensson und ich freue mich schon auf den nächsten Band der Reihe (der auch schon in Arbeit ist…). Schon das Lesen des ersten Falls mit Lisa Sanders hat mir viel Spaß gemacht und ich mag es, wenn sich Figuren im Laufe der nächsten Fälle weiterentwickeln – man fühlt sich ja doch irgendwie mit ihnen verbunden und möchte wissen, wie es ihnen in der Zwischenzeit ergangen ist.

Angelika Svensson: „Wassersarg“, Dromer-Knaur, 380 Seiten, 9,99 Euro (Taschenbuch), ISBN: 978-3-426-51899-1

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