Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

Rhabarberküchlein „to go“

Diese kleinen Pies sind perfekt für Unterwegs

Kaum eine Obstsorte bringe ich so sehr mit Kindheit in Verbindung wie Rhabarber: Die sauren Stangen wurden bei meiner Oma und meine Mama ganz oft zu Kompott verarbeitet, das es dann als Nachtisch – zusammen mit Vanillesoße oder Vanillepudding – oder zu Pfannkuchen gab. Mmmmmhhhh, lecker – und diese quietschigen, stumpfen Zähne hinterher erst… Auch Rhabarberkuchen gab es, meistens ein großes Blech mit Hefeteig, dann Rhabarberstücke und Zucker drauf und on top eine dicke Lage Streusel. Im Moment kommt man an Rhabarber ja nicht vorbei, höchste Zeit also für einen Rhabarberkuchen.

Herr krimiundkeks und ich sind begeisterte Bootsfahrer und sobald es das Wetter zulässt, verbringen wir so viele Sonntage wie möglich auf unserem Boot auf dem Rhein. Natürlich darf dann auch der Kuchen zum Sonntagskaffee nicht fehlen, sodass ich mir immer leckere Kleinigkeiten einfallen lasse, die man problemlos aus der Hand essen kann und die den Transport und die Fahrt zum Anker- und Badeplatz überstehen, ohne zu zerbröseln – so wie diese leckeren Rhabarküchlein, quasi „to go“. Mit dem Boot unterwegs zu sein macht noch mehr Spaß, wenn die Sonne vom Himmel brettert. Das sind natürlich schwierige Bedingungen, mit denen der Kuchen an Bord erst einmal klarkommen muss.

Nur „seefester“ Kuchen darf an Bord

Torten mit Cremefüllungen oder viel Schokolade scheiden schonmal aus, und Sahne esse ich sowieso nicht. Perfekt zum Mitnehmen sind Muffins, Kekse in allen Variationen, Käsekuchen, Nussecken, Hefekuchen und Rührkuchen. Unter die Kategorie „seefest“ fällt auf jeden Fall auch Mürbeteig. Sicher verstaut in einer Box hält sich das Bröseln in Grenzen, er schmilzt nicht und kann lecker mit Obst kombiniert werden.

Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

Hach, beim Gedanken an den Sonntagskaffee mit Aussicht – auf dem Foto mit Blick auf Eltville – und sanft schaukelnd in einem Seitenarm des Rheins liegend, könnte ich direkt schon wieder losfahren (obwohl wir erst vor drei Stunden nach Hause gekommen sind und einen Knaller-Tag auf dem Boot hatten…). Für mich gibt es einfach keine bessere Art der Entspannung, als einen Tag am oder besser noch: auf dem Wasser zu verbringen. Auch wenn wir etwas über eine Stunde Fahrtzeit zum Bootsliegeplatz haben, ist es jedes Mal wie ein kleiner Kurzurlaub: Rausfahren, auch mal ordentlich Gas geben und über die Wellen hüpfen, Wasserski fahren, ankern, Sonnenverdeck aufklappen und dann lesen, Schwätzchen halten, die Nachbarn treffen, zum Abkühlen von der Badeleiter ins Wasser springen… Herrlich!

Damit der Bootstag perfekt wird, kommt hier das Rezept für köstliche

Rhabarberküchlein „to go“ (ca. 6 – 8 Stück)

Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

Rhabarberkompott

200g Rhabarber, geputzt und in kleine Stücke geschnitten

Zucker nach Geschmack

Vanillezucker oder Vanilleschote nach Geschmack

ca. 1/2 Tütchen Vanillepuddingpulver

Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

Rhabarber und Zucker (und Vanille) mit einem Schluck Wasser in einem kleinen Topf zum Kochen bringen und so lange dünsten, bis der Rhabarber weich ist und zerfällt. In der Zwischenzeit das Puddingpulver mit etwas Milch anrühren und das Kompott damit abbinden. Den Topf zu Seite stellen und abkühlen lassen.

Mürbeteig

200g Mehl

150g kalte Butter in kleinen Würfeln

50g Zucker

3 EL eiskaltes Wasser

Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

Alle Zutaten mit dem Knethaken des Mixers oder der Küchenmaschine (oder mit den Händen) zu einem glatten Teig verkneten. Lässt sich der Teig ohne zu kleben zu einer Kugel formen, ist der ok. Sollte er noch kleben, einfach noch etwas Mehl unterkneten. Die Teigkugel für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

Bevor es ans Ausrollen und Füllen geht, den Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Einen weiteren Bogen Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und etwas Mehl darauf verteilen.

Am besten teilt Ihr den Teig in drei kleinere Portionen, dann lässt er sich leichter ausrollen. Den Teig ca. 3mm dick auf dem Backpapier ausrollen und anschließend Kreis mit einem Durchmesser von etwa 10cm ausstechen.

Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

Das geht mit einem runden Ausstecher in dieser Größe, aber auch mit einem Glas oder mit einem Backförmchen – ich habe eine kleine Backform genommen, was wunderbar funktioniert hat. Die Hälfte der Kreise vorsichtig mit einer Palette oder einem großen Messer auf das Backblech legen und einen großen Klecks Rhabarberkompott auf jeden der Kreise geben. Lasst dabei unbedingt ausreichend Abstand zum Rand!

Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

Jeder Teigkreis wird jetzt mit einem Gegenstück bedeckt und der Rand mit den Zacken einer Kuchengabel zusammengedrückt. Das ergibt nicht nur ein nettes Muster, es sorgt auch dafür, dass die Teigkreise beim Backen nicht aufgehen und die Füllung ausläuft.

Zum Schluss noch mit einem Messer ein Kreuz oder zwei, drei parallele Schnitte in die Teigoberfläche ritzen – das ist das Ventil für den Dampf, der beim Backen entsteht und entweichen muss, sonst würden die Küchlein aufplatzen.

Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

Soviele Kreise ausstechen, bis der komplette Teig verarbeitet ist und die Rhabarberküchlein anschließend für etwa 20 Minuten auf der mittleren Schiene backen. Wer mag, kann sie noch lauwarm mit Vanilleeis futtern, wer sich länger gedulden kann, nimmt die Küchlein „to go“ mit zur nächsten Boots- oder Radtour (oder auf den Balkon…).

Rhabarber Mürbeteig Rhabarberküchlein zum Mitnehmen to go krimiundkeks

 

Der Beitrag gefällt Dir? Teile ihn auf:

3 Gedanken zu „Rhabarberküchlein „to go“

  1. Kerstin von Kejas-Blogbuch

    Hallo
    diese Kekse sind ja toll. Im Moment habe ich noch einiges an Rhabarber im Garten stehen und muss doch mal nachbacken.
    Wir haben früher oft die Stangen pur gegessen. Einfach in Zucker getunkt auch wenn es gequitscht hat 🙂
    Oder als Rühkuchen mit Baisermasse oben drauf. Jamjam.
    Liebe Grüße und danke für das leckere Rezept
    Kerstin

    Antworten
    1. Chrissy Beitragsautor

      Hi,
      freut mich, dass Dir mein Rezept gefällt!
      Ja genau, das hatte ich ganz vergessen: Rhabarber in Zucker getunkt und dann gegessen haben wir auch immer… 😉
      Liebe Grüße
      Chrissy

      Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.