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Zuckerbrezel oder: Omas Hundehäufchen aus Hefeteig

Die kleinen Zuckerbrezel sind ein echter Klassiker in unserer Familie

Heute habe ich ein Rezept für Euch, das wir seit Ewigkeiten lieben und das aus der Rezeptsammlung meiner Oma stammt: Zuckerbrezel aus Hefeteig. Weil sie zwar „Brezel“ heißen, aber eigentlich an etwas ganz anderes erinnern, haben wir die kleinen Hefeteilchen in „Hundehäufchen“ umgetauft. Damit ist man auch aus der Nummer raus, unbedingt perfekt geschlungene Brezeln zu formen – was ja auch gar nicht so einfach ist… Das Rezept wollte ich schon ganz lange auf dem Blog vorstellen, aber irgendwie habe ich es immer wieder aufgeschoben oder vertrödelt. Gestern kam mir der Zufall zur Hilfe, denn meine Mama hatte den Hefeteig schon vorbereitet, als ich vorbeikam und plötzlich artete das harmlose Backen von Zuckerbrezeln in ein echtes Backevent in ihrer Küche aus… Meine Eltern und mein Bruder wohnen im selben Ort wie wir und so ist es zu einem festen Ritual geworden, dass ich freitags immer auf einen Kaffee vorbeischaue, wenn Zeit dazu ist. Gestern war es wieder so weit, Herr krimiundkeks hatte sich auf den Weg zum freitäglichen Tennistraining gemacht, ich musste noch eben einen Text fertigschreiben und startete dann in Richtung Familie. Mein Bruder war noch arbeiten, also trank ich mit meinen Eltern am frühen Abend eine Tasse Kaffee, wir hielten ein Schwätzchen und erkundigten uns gegenseitig, was es denn Neues gäbe.

Premiere an der Brezel-Front

Irgendwann stand meine Mama auf, ging in den Wintergarten und murmelte „Muss mal nach dem Hefeteig gucken“. Ich wollte natürlich wissen, was sie denn backen wollte. „Hundehäufchen.“ Waaaaas? Das traf sich ja mehr als perfekt, denn mir fehlte noch die Idee für den nächsten Blogbeitrag. Da ich noch Rührkuchen von einer kleinen Cakepop-Produktion vorgestern im Tiefkühler hatte und wir am Sonntag unterwegs sein würden, wollte ich selbst keinen Kuchen fürs Wochenende backen – was natürlich auch bedeutet, kein neues Rezept für einen Blogpost zu haben. „Hast du was dagegen, auf dem Blog zu landen?“ Natürlich hatte meine Mama kein Problem damit und schon wurde das Handy gezückt. Übrigens nicht nur von mir, die ich Fotos von der Brezelproduktion machen wollte, sondern auch von meinem Papa, denn auch er hatte einen Plan.

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„So, kann losgehen. Ich will euch mal zeigen, wie man ordentliche Brezel macht.“ Große Fragezeichen machten sich in den Augen von meiner Mama und mir breit, doch mein Papa schien es wirklich ernstzumeinen. Er, der normalerweise weder kocht noch backt, nahm Kurs in Richtung Arbeitsplatte, startete ein YouTube-Tutorial „Brezel formen“ und legte los. Eine bessere Steilvorlage für den Blogbeitrag konnte er mir nicht geben und so könnt Ihr Euch heute über einmalige Fotos freuen, die es so noch nie gegeben hat!

Nach ein paar Vorzeigeobjekten sind wir übrigens doch wieder zum bewährten Hundehäufchen-Prinzip übergegangen, denn Traditionen muss man einfach pflegen und erhalten. Dass meine Oma nicht die geduldigste Bäckerin war, wissen die Stammleser bereits: Oma ist Euch hier auf dem Blog schon öfters begegnet, im Beitrag über ihren oberleckeren Apfel-Streuselkuchen zum Beispiel oder als Geizkragen in Sachen Schokoguss für ihren Schokokuchen. 

Eins vorweg: Der Hefeteig, den meine Oma für ihre Zuckerbrezeln geknetet hat, ist sehr weich, da Eier und Butter hineinkommen. Daher ist bei der Verarbeitung ein wenig Fingerspitzengefühl und Geduld gefragt… Noch eine Info zu den Fotos in diesem Beitrag: Da ich keine Kamera zur Hand hatte, habe ich die Fotos mit dem iPhone gemacht und weil es dummerweise genau in diesem Moment regnete und gewitterte, sind sie etwas dunkel geraten – aber das hat ja auch was herrlich Authentisches! 😉

Hier kommt jetzt aber endlich das Rezept für

Zuckerbrezel alias Omas Hundehäufchen aus Hefeteig:

500g Mehl

250g Butter (bei Oma: Margarine)

2 Eier

etwas Salz

15g frische Hefe

250ml lauwarme Milch

Zucker

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Für den Hefeteig die Hefe zerbröckeln und in der lauwarmen Milch auflösen. Die Butter schmelzen und zusammen mit Mehl, Eiern, Salz und der Hefe-Milch verrühren. Den Teig für  mindestens eine Stunde an eine warmen Ort ohne Zugluft gehen lassen.

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In der Zwischenzeit schonmal ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 170 Grad Umluft vorheizen.

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Jetzt geht es ans Formen der Zuckerbrezel – oder Häufchen, je nachdem, wieviel Geduld und Perfektionismus in Euch stecken!

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Egal, was es wird: Für jeden Brezel oder jedes Häufchen wird zuerst Teig nach Wunsch mit den Händen zu einer Wurst gerollt. Vorher die Unterlage mit Zucker bestreuen, sodass der Teig auf dem Zucker gerollt wird und so seine Zuckerkruste bekommt.

Die Zuckerbrezel aka Häufchen backen im vorgeheizten Ofen für ca. 20 bis 30 Minuten – je nach gewünschtem Bräunungsgrad. Wie viele Brezel aus dem Teig herauskommen, hängt davon ab, wie groß die Teigklumpen sind, die für die einzelnen Brezel nehmen möchtet. Die Zuckerbrezeln lassen sich super einfrieren, wenn sie nicht auf einmal gegessen werden.

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