Archiv der Kategorie: Österreich

Steirerpakt – ein packender siebter Fall für Sandra Mohr

Verlosung: Gewinnt drei Exemplare des neuen Steirer-Krimis mit Autogrammkarte von Claudia Rossbacher

Zum Valentinstag schenkt man seinen Lieben ja bekanntlich etwas Schönes. Heute habe ich ein ganz besonderes Geschenk für meine lieben Leserinnen und Leser dabei: Ich stelle Euch nicht nur den neuen Krimi „Steirerpakt“ von Claudia Rossbacher vor, ich habe auch noch ein Interview mit der Autorin mitgebracht – und gewinnen könnt Ihr auch etwas! Ich verlose drei Exemplare von „Steirerpakt“ und Claudia Rossbacher hat mir für jeden der drei Gewinner eine Autogrammkarte geschickt. Na, ist das was? Weiterlesen

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Mann backt Backbuch Marian Moschen krimiundkeks Rezension

Köstliches auf knapp 200 Seiten: „Mann backt“

Foodblogger Marian Moschen hat seine besten 50 Rezepte in einem Backbuch zusammengestellt

Habe ich schon erwähnt, dass ich das totale Opfer bin, wenn es um schöne Bücher mit schöner Papierqualität geht? Besser gesagt, um schöne Backbücher? Sobald ich beim Bummel durch Buchhandlungen auf ein neues Objekt stoße, wird ausgiebig das Cover gestreichelt, die Innenseiten befühlt und die Mischung aus mattem Papier und Hochglanzlack bewundert.

Auch beim kürzlich erschienenen Backbuch „Mann backt“ des österreichischen Foodbloggers Marian Moschen habe ich zuerst ausgiebig Innen- und Außenseiten gekuschelt, und dann bei einem genaueren Blick auf die köstlichen Rezepte festgestellt, dass man auf keinen Fall hungrig direkt nach Feierabend in diesem „leckeren“ Buch blättern sollte!  Weiterlesen

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Menschliche Abgründe hinter der Familien-Fassade: „Steirernacht“

Claudia Rossbacher: „Steirernacht“ – der sechste Fall für Sandra Mohr

Der Tatort: Ein Haus in Pöllau, Weststeiermark
Die Opfer: Walter und Gudrun Faschingbauer und ihr elfjähriger Sohn Severin
Die Todesart: erschossen aus nächster Nähe
Die Überlebende: Johanna, die 13-jährige Tochter der Familie
Die Beziehungen der Familie (und der Ermittler): kompliziert…

Cover Steirernacht_GmeinerVerlag

Es ist starker Tobak, den Claudia Rossbacher ihren Lesern im neuen Fall der „Steirer“-Reihe vorsetzt. Abteilungsinspektorin Sandra Mohr und Chefinspektor Sascha Bergmann vom Landeskriminalamt Graz werden mitten in der Nacht zum Tatort gerufen. Sie finden die Leichen der Eltern und des Sohnes in ihren Betten, alle drei wurden erschossen, vom Täter keine Spur.

Den einzigen Hinweis bekommen die Ermittler von Johanna, der 13-järhigen Tochter des ermordeten Ehepaares. Das Mädchen konnte sich in einer Holztruhe im Flur retten und sagt aus, einen schlanken Mann in schwarzer Kleidung, mit Motorradhelm und Stiefeln gesehen zu haben. Anschließend konnte sie zu ihrem Onkel ins benachbarte Gasthaus rennen. Von dort wurde die Polizei über den Mord informiert.

Spurensicherung, Befragungen und Recherchen nehmen Fahrt auf und nach und nach stoßen Sandra und Sascha auf erschütternde Tatsachen, die sich hinter der Familienfassade abspielen und finden gleichzeitig pikante Details aus dem Sexleben des Ehepaares heraus. Dreh- und Angelpunkt ist Tochter Johanna, die Vertrauen zu Sandra fasst.

Parallel zum Mordfall entwickelt sich in diesem neuen Krimi von Claudia Rossbacher auch das Privatleben der Ermittler weiter. Im Mittelpunkt steht Sandras Beziehung zu ihrem Polizeikollegen Paul, die sich bereits im fünften Band der Reihe andeutete. Hat man zunächst den Eindruck, dass Sandra nach ihrer großen Enttäuschung endlich „angekommen“ ist, wendet sich im Verlauf der Handlung das Blatt.

Hohes Tempo

Claudia Rossbacher gelingt es ein weiteres Mal, nicht nur einen äußerst spannenden Kriminalfall zu konstruieren, sie verleiht der Figur Sandra Mohr mit jedem Fall immer mehr Charakter und Lebendigkeit. Mir geht es beim Lesen immer so, dass ich eine Frau wie Sandra gerne zur Freundin hätte – eine absolute Sympathieträgerin.

Beeindruckend ist das Tempo in diesem Buch: Die gesamte Handlung vom Mord über die Ermittlungen, die kleinen und größeren Dramen des Privatlebens und die Aufklärung des Falls spielen sich in einem Zeitraum von nur zwölf Tagen ab. Am 12. April wird die Familie ermordet, am 24. April sind die Ermittlungen abgeschlossen und der Leser kommt zum Luftholen.

Charmant sind die Eigenheiten der Österreichischen Polizeiverwaltung und natürlich die sprachlichen Besonderheiten unserer Nachbarn – wo sonst stellt sich ein Ermittler so formvollendet als „Sascha Bergmann, LKA Steiermark, Abteilung Leib und Leben“ vor? Für alle, die keinen blassen Schimmer haben, was sich hinter „Gitschen“ und „Panscherl“ verbergen könnte, gibt es am Ende des Buches ein Glossar österreichischer und speziell steirischer Ausdrücke.

Mein Fazit zum neuen „Steirer“-Krimi: Packend, unterhaltsam, temporeich und unbedingt lesenswert!

Claudia Rossbacher: „Steirernacht“, erschienen im Gmeiner Verlag, 278 Seiten, Juni 2016, ISBN: 9-783839-219263, 10,99 Euro (auch als eBook erhältlich)

Cover: Gmeiner Verlag

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„Tödliche Tapas“ mit Claudia Rossbacher

imageSchön war er, der Abend mit Krimiautorin Claudia Rossbacher. Die Österreicherin war heute zu Gast beim Krimifestival „Criminale“ in Marburg und las nicht nur aus ihrem eigens fürs Festival geschriebenen Kurzkrimi, sondern auch aus ihrem aktuellen Roman der „Steirer“-Reihe mit Ermittlerin Sandra Mohr, „Steirerland“. Gute Nachrichten für Fans der Reihe: Beim Signieren und Plaudern hat Claudia Rossbacher mir gesagt, dass am 1. Juni 2016 der nächste Band erscheinen wird!

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Mörderische Heimatliebe oder: Warum sind Regionalkrimis eigentlich so angesagt?

Eifelkrimis, Kult-Kommissar Kluftinger, Krimis aus der Bretagne – beim Stöbern in der Buchhandlung stolpert man inzwischen förmlich über ganze Regale und Tische voller Regionalkrimis. Sogar im Fernsehen läuft die urkomische Eifel-Krimi-Serie „Mord mit Aussicht“ mit großem Erfolg. Während vor einigen Jahren das Krimi-Genre in der Literaturwelt ein eher angestaubtes Image hatte, boomen die Ermittlergeschichten aus allen Ecken des Landes (und aus anderen Ländern). Dabei ist eines (fast) allen Ermittlern gemein: Sie sind echte Typen mit einem hohen Wiedererkennungswert und meist seltsamen Marotten. Aus dem TV kennt man das vom „Tatort“, Stichwort Münster oder „Schimmi“ in den 80ern.

Mich persönlich begeistern die Geschichten aus den unterschiedlichen Regionen sehr. Je verschrobener der Kommissar ist, umso sicher ist es, dass ich bei der Sache bleibe. Dabei denkt man bei „Heimat“ und „regional“ ja eigentlich eher an grüne Wiesen, heile Welt und blauen Himmel als an Mord und Totschlag. Vielleicht macht gerade das den Reiz der Regionalkrimis aus: Selbst in der heimatfilmverdächtigen Alpenkulisse lauert das Böse und leben Menschen ihre mörderischen Fantasien aus.

Regionalkrimis sind immer ein tolles Geschenk für Geburtstagskinder aus der jeweiligen Gegend – so findet mancher zum Lesen, der mit Büchern sonst nicht viel am Hut hat. Auch für Nachwuchsautoren sind Regionalkrimis oft das Sprungbrett in die Krimiszene. Wie gut, dass es in Deutschland so viele unterschiedliche Landstriche gibt – die hoffentlich noch eine ganze Menge Menschen zum Schreiben anregen! Und wer weiß, vielleicht mischt ja irgendwann mal ein Ermittler aus dem beschaulichen Lahntal mit… 😉

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