Archiv der Kategorie: Ostfriesen-Krimis

Tödliches Verbrechen im Bilderbuch-Ort

Ulrike Buschs Krimi „Tod am Deich“ räumt auf mit der Idylle in Greetsiel

Kann es etwas Friedlicheres geben? Schafe grasen am Deich, die Nordseewellen sind zu hören und mit dem Meer im Blick lässt es sich herrlich radeln. Genau das macht auch Hauptkommissar Tammo Anders. Mit Hund Buddy startet er zu einer flotten morgendlichen Runde, Herrchen auf dem Rad, der Vierbeiner fröhlich wedelnd nebenher. Doch der Tag, der so friedlich beginnt, wird nur Minuten später eine gruselige Wendung nehmen…  Weiterlesen

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Mörderische Heimatliebe oder: Warum sind Regionalkrimis eigentlich so angesagt?

Eifelkrimis, Kult-Kommissar Kluftinger, Krimis aus der Bretagne – beim Stöbern in der Buchhandlung stolpert man inzwischen förmlich über ganze Regale und Tische voller Regionalkrimis. Sogar im Fernsehen läuft die urkomische Eifel-Krimi-Serie „Mord mit Aussicht“ mit großem Erfolg. Während vor einigen Jahren das Krimi-Genre in der Literaturwelt ein eher angestaubtes Image hatte, boomen die Ermittlergeschichten aus allen Ecken des Landes (und aus anderen Ländern). Dabei ist eines (fast) allen Ermittlern gemein: Sie sind echte Typen mit einem hohen Wiedererkennungswert und meist seltsamen Marotten. Aus dem TV kennt man das vom „Tatort“, Stichwort Münster oder „Schimmi“ in den 80ern.

Mich persönlich begeistern die Geschichten aus den unterschiedlichen Regionen sehr. Je verschrobener der Kommissar ist, umso sicher ist es, dass ich bei der Sache bleibe. Dabei denkt man bei „Heimat“ und „regional“ ja eigentlich eher an grüne Wiesen, heile Welt und blauen Himmel als an Mord und Totschlag. Vielleicht macht gerade das den Reiz der Regionalkrimis aus: Selbst in der heimatfilmverdächtigen Alpenkulisse lauert das Böse und leben Menschen ihre mörderischen Fantasien aus.

Regionalkrimis sind immer ein tolles Geschenk für Geburtstagskinder aus der jeweiligen Gegend – so findet mancher zum Lesen, der mit Büchern sonst nicht viel am Hut hat. Auch für Nachwuchsautoren sind Regionalkrimis oft das Sprungbrett in die Krimiszene. Wie gut, dass es in Deutschland so viele unterschiedliche Landstriche gibt – die hoffentlich noch eine ganze Menge Menschen zum Schreiben anregen! Und wer weiß, vielleicht mischt ja irgendwann mal ein Ermittler aus dem beschaulichen Lahntal mit… 😉

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Turbulentes aus Greetsiel

Aus Neugierde habe ich mir vor dem letzten Urlaub das e-Book-Schnäppchen „Granat für Greetsiel“ (2,99 Euro!) auf den Kindle geladen. Zum einen klang die Beschreibung ganz unterhaltsam, zum anderen mag ich die Landschaft um Greetsiel und die Nordseeküste und kenne die Handlungsorte aus einem Nordseeurlaub vor zwei Jahren. Um es gleich vorwegzunehmen: Krimi de luxe funktioniert sicher anders, aber als kurzweilige Urlaubslektüre eignet sich der erste Band über den ehemaligen Anwalt Jan die Fries und seine spannenden Ermittlungen auf eigene Faust ausgezeichnet.

Zur Handlung: Die Kumpels Jan, Uz und Onno fischen neben einem Netz voller Krabben eine Frauenleiche aus der Nordsee. Für die Kripo steht schnell fest: Segelunfall. Doch die Schwester der Toten will nicht an einen Unfall glauben und bittet Jan um Aufklärung der Hintergründe. Da dieser der charmanten Eva keinen Wunsch abschlagen will, begibt er sich auf die Suche – und landet nicht nur in Abgründen, sondern auch in Lebensgefahr… Spätestens als auch noch eine zweite Leiche aus dem Hafenbecken gefischt wird, ist auch der Staatsanwältin klar, dass ein Segelunfall ausgeschlossen werden kann.

Die spannende und sehr temporeiche Handlung nimmt im Laufe der Seiten gewaltig Fahrt auf. Nicht nur die Ermittlungen, auch die Turbulenzen in Jans Privatleben sind ab und an doch etwas fern der Realität. Dennoch ist der Fall ein echter Knaller und das eingestreute Lokalkolorit und die mit viel Liebe zum Detail entworfenen ostfriesischen Charaktere machen diese leichte Schwäche wieder wett.

Was mich allerdings gestört hat, waren die doch recht häufig auftauchenden Rechtschreibfehler oder fehlende Wörter – das irritiert beim Lesen und wirkt nicht immer professionell.

Dirk Trost: „Granat für Greetsiel“,  ASIN: B00MX65AGI, erhältlich als Download bei Amazon für 2,99 Euro

In der Zwischenzeit ist ein zweiter Band über Jan de Fries erschienen und unter dem Titel „24/7 für Pilsum“ ebenfalls bei Amazon erhältlich. Ganz sicher wird dieses Buch demnächst auf meiner Leseliste stehen.

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Ich packe meinen Koffer und nehme mit…

… ein bisschen Urlaubslektüre! Frisch eingetroffen und darauf wartend, in völliger Urlaubsentspannung gelesen zu werden, liegen diese Titel bereit:

  • „Granat für Greetsiel – Ostfriesland-Krimi“ von Dirk Trost. Mal schauen, bin beim Stöbern im e-book-Shop auf den Titel gestoßen und da ich schon an den Orten der Handlung war, habe ich das Buch gekauft.
  • „Kühn hat zu tun“ von Jan Weiler. Der Autor – bekannt durch seinen Erfolgstitel „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ – wurde von einer Zeitschrift wärmstens empfohlen. Ich habe schon einige Bücher von Jan Weiler gelesen und mag seinen Stil sehr, sehr gerne, sodass ich mir jetzt seinen Krimi-Erstling vorgenommen habe.
  • „Alles Azzurro – Unter deutschen Campern in Italien“. Völlig unblutig habe ich spontan noch dieses Buch eingepackt, denn a) liebe ich Italien über alles, b) ist unser bevorstehender Hausbooturlaub ja auch irgendwie Camping… und c) kann ein bisschen leichte Kost zum Schmunzeln nie schaden!
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