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Spannendes Krimidebüt: „Syltleuchten“

Der erste Sylt-Krimi von Sibylle Narberhaus macht Lust auf mehr

Um es gleich vorweg zu sagen: Ich liebe den Norden, das Meer und die Inseln, sodass ich „Syltleuchten“ direkt auf meine Lese-Wunschliste geschrieben hatte. Mit der Insel verbinde ich außerdem Erinnerungen an eine der besten Wochen überhaupt, denn dort habe ich mit meinen Freundinnen den ersten Urlaub ohne Eltern verbracht und noch heute schwärmen wir bei jedem Treffen von dieser legendären Fahrt… Zurück zum Krimi: Im Fokus der Handlung steht die junge Landschaftsarchitektin Anna, die erst vor Kurzem auf die Insel gezogen ist und dort mit ihrem Freund, dem smarten Polizisten Nick und Hund Pepper ein Haus gekauft hat. Doch von idyllischem Inselleben kann bald keine Rede mehr sein… Weiterlesen

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Spannendes von der Kieler Förde

Mit Kiel verbinde ich ganz besondere Erinnerungen: Im vergangenen Mai haben wir dort im Leuchtturm Holtenau direkt am Wasser geheiratet. Mord und Totschlag kommen mir eher selten in den Sinn, wenn ich an diese Stadt denke. Ein Krimi, der an diesem für mich so interessanten Schauplatz spielt, musste natürlich gelesen werden. Und die Lektüre hat sich gelohnt: „Kiellinie“, das Krimi-Debüt von Angelika Svensson, ist spannend, bietet sympathische, interessante Charaktere und nimmt den Leser mit auf eine Tour durch Kiel und Umgebung.

Ich persönlich finde es immer sehr unterhaltsam, wenn sich Figuren in Büchern an Orten bewegen, die ich selbst kenne. Aha, dort um die Ecke haben wir doch gestanden und aufs Wasser geschaut. Der Yachtclub  … sieht schick aus, das „Clubhaus“. Verletzte werden ins Uniklinikum gebracht, genau gegenüber lag das Hotel, in dem wir übernachtet haben.

Die Hauptfigur in Svenssons erstem Fall an der Förde spielt Kriminalhauptkommissarin Lisa Sanders, die gemeinsam mit ihren Kripo-Kollegen ermittelt. Nicht weniger interessant ist Oberstaatsanwalt Dr. Thomas Freiherr von Fehrbach – arrogant, glatt, der Prototyp des versnobten Adligen. Kurz vor dem Start der Kieler Woche wird an der Förde die Leiche einer jungen Frau gefunden. Zu ihrem Entsetzen kennt Kommissarin Sanders die Tote und steht in einem engen Verhältnis zu deren Vater. Eine verzwickte Situation, die durch Gegenwind vom adligen Oberstaatsanwalt und menschliche Abgründe, die sich im Laufe der Ermittlungen auftun, nicht unbedingt besser wird… Sexueller Missbrauch, tiefe Einblicke in die Psyche und eine Geiselnahme – harter Tobak für ein einziges Buch! Aber der Autorin gelingt es bestens, alle Handlungsstränge zu entwickeln und zu einem packenden Ende zu bringen.

„Kiellinie“ bietet beste Krimiunterhaltung mit gut entwickelten Charakteren, einem kniffeligen Fall und einem furiosen Finale. Dass es neben dem Kriminalistischen immer wieder „menschelt“ und der Leser Einblicke in die persönlichen Verhältnisse der Charaktere bekommen, steigert den Reiz des Buches zusätzlich.

Angelika Svensson: „Kiellinie“, 384 Seiten
Verlag: Droemer Knaur
ISBN: 978-3-426-51401-6
Preis: 8,99 EUR

eBook:
ISBN: 978-3-426-42276-2
Preis: 8,99 EUR

Aktuell habe ich den zweiten Krimi von Angelika Svensson, „Kielgang“ begonnen…

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