Aus dem Süden, Kommissar Kluftinger
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Priml: Mit einem Buchtipp fing es an…

Es muss im Sommer 2003 gewesen sein: Die letzte Hausarbeit für das Semester war geschrieben, der Sinn stand mir nach locker-leichtem Lesestoff für Liegestuhl und Balkon. Beim Durchblättern der “Brigitte” blieb ich an einem Literaturtipp hängen. Hoch gelobt wurde ein Autorenduo (Volker Klüpfel und Michael Kobr), das mit seinem Erstlingswerk um den kauzig-verschrobenen Allgäuer Kommissar Kluftinger für Aufsehen in der Krimiszene sorgte. Ein Regionalkrimi? Warum nicht… Bis dahin hatte ich mit Krimis nichts am Hut – abgesehen davon, dass der “Tatort” zu meinen Prüfungsinhalten an der Uni gehörte.

Kurze Zeit später hielt ich “Milchgeld” in den Händen, der Grundstein für grenzenlose Klufti-Mania war gelegt, ohne dass ich das zu diesem Zeitpunkt ahnen konnte. Völlig begeistert tauchte ich in das Allgäu-Örtchen Altusried ein, lachte mich schlapp über den herrlich grantelnden Kluftinger, den Kommissar mit latenter Leichenunverträglichkeit, der sich – “zefix!” –  immer wieder mit dem affektierten Hausarzt Dr. Langhammer herumschlagen muss und ganz nebenbei einen verzwickten Mordfall aufklärt. Sekretärin Sandy aus dem Osten, Streber-Kollege Maier, der aufdringliche und neunmalkluge Doktor oder Kluftingers treu sorgende Ehefrau Erika – die Entwicklung der Charaktere ist “priml” und leider war der erste Fall viel zu schnell ausgelesen.

Klar, dass ich sehnsüchtig auf Fall Nummer zwei wartete – der ein Jahr auf sich warten ließ. Danke Jungs, Ihr habt meine Begeisterung für Krimis geweckt und mich dazu gebracht, mit Vorliebe Regionalkrimis zu lesen!

Mit jedem Fall kommen neue, schrullige Seiten des Kommissars ans Licht, Dr. Langhammer wird abgedrehter und abgedrehter, und auch das Familienleben der Kluftingers entwickelt sich stetig weiter. Mit einer gehörigen Portion Humor und einem sicheren Händchen für Storytelling und Spannungsbögen entwerfen Klüpfel und Kobr ihre Fälle und die Fangemeinde fiebert jedem neuen Band entgegen. Sicher, manche Situation mutet skurril an und ist fern jeder Realität – aber gerade das macht die Klufti-Fälle einzigartig und liebenswert.

Bisher sind von Volker Klüpfel und Michael Kobr erschienen:

Milchgeld (2003)

Erntedank (2004)

Seegrund (2006)

Laienspiel (2008)

Rauhnacht (2009)

Schutzpatron (2011)

Herzblut (2013)

Grimmbart (2014)

P.S.: Klufti liebt Essen, deftig und reichlich muss es sein. Den Leibgerichten des fülligen Ermittlers und vor allem seiner Leidenschaft für Kasspatzen ist so manche Zeile gewidmet und parallel zu den Krimis ist das Koch- und Backbuch “Mahlzeit!” mit Kluftis Leibgerichten erschienen. Dieses Buch enthält den weltbesten Käsekuchen, der einfach immer gelingt und unfassbar lecker schmeckt – Rezept folgt, versprochen!

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