Monate: März 2015

Alles andere als verschlafene Nordsee-Idylle!

Sven Koch schreibt einen Krimi über das Nordsee-Nest Werlesiel – klingt zunächst unspektakulär, doch der harmlos klingende Autor entpuppt sich als Krimifuchs, der seiner Leserschaft die Abgründe der menschlichen Seele vor Augen führt. Zur Story: Im dichten Seenebel ereignet sich Gruseliges. Eine junge Frau, scheinbar schwer verletzt, taucht mitten in der Nacht verstört bei Fokko Broer auf – um beinahe im selben Augenblick spurlos zu verschwinden. Femke Folkmer, Leiterin der örtlichen Polizeidienststelle, nimmt die Ermittlungen auf. Überraschend bekommt sie prominente Unterstützung durch den strafversetzten “Superbullen” Tjark Wolf, der nicht nur mit seinem Enthüllungsbuch aus dem Polizeileben für Aufsehen gesorgt hat, sondern auch durch Handgreiflichkeiten während einer Festnahme und die daraus resultierende Verbannung in den Innendienst. Dass es sich bei der vermissten jungen Frau um mehr handeln muss, wird sowohl Femke als auch Tjark schnell klar. Es kommt schlimmer, als beide annehmen, denn bei den Ermittlungen stoßen sie auf den Friedhof eines Serienmörders… “Dünengrab” spiegelt alles andere als eine verschlafene Nordsee-Idylle wider! Wer sich auf den ruppigen “Bullen” und sein Machogehabe einlässt und auch vor schwer …

Eieiei – Eierlikör-Trüffel(ei)

Ostern steht vor der Tür, und was darf da auf gar keinen Fall fehlen? Richtig: Eierlikör! Als trüffelig-cremige Füllung in Pralinenhohlkörpern ein tolles Mitbringsel für Familie und Freunde. Ich habe Mini-Eier aus Zartbitter- und Vollmilchschokolade genommen, das ergibt zwischen 25 und 30 Stück (je nachdem, wie hoch der “Trüffel-Füllstand” im Ei ist). Hohlkörper in verschiedenen Formen gibt es zum Beispiel bei pativersand.de. Für die Trüffelmasse: 65ml Eierlikör in einem Topf erhitzen und 75g weiße Schokolade und 25g Butter darin unter Rühren schmelzen. Die Masse abkühlen lassen und anschließend mit dem Pürierstab aufmixen. Die Trüffelmasse in die Pralinenhohlkörper füllen. Das geht super mit einem aus Backpapier gefalteten Tütchen oder einem kleinen Gefrierbeutel. Dazu einfach eine Ecke als Tülle abschneiden. Nach einer kurzen Trockenzeit die Löcher mit geschmolzener Vanilleglasur oder Kuvertüre schließen. Wer es bunt mag, kann auch Candymelts schmelzen. Ich habe die weißen “Deckelchen” noch mit Glitzerstaub in Grün und Violett verziert. Die Trüffel an einem kühlen Ort aufbewahren.

Schwarzwälder-Kirsch am Stiel

Der Geburtstag meines Papas steht an und da er sich “Pöppel” (so werden Cake-Pops in meiner Familie gerne genannt) gewünscht hat und außerdem der weltgrößte Fan von Schwarzwälder-Kirschtorte ist, musste eine Variante mit Schokolade und Kirschen her. Nach kurzem Überlegen stand fest: Basis wird eine Tarte au Chcocolat, verfeinert mit einem Schuss Kirschwasser. Aber wie bekomme ich die Kirschen in die Pops? Die Lösung: Getrocknete Sauerkirschen nehmen ein Bad in weißer Schokolade und kommen als kleine Krönchen auf die Pops. Um das ganze noch “kirschiger” zu machen, beschloss ich, die Pops vor der Schokoglasur mit Sauerkirsch-Marmelade einzupinseln. Die Marmelade habe ich vorher fein püriert, um sie besser auftragen zu können und einen gleichmäßigen Schokoladenüberzug zu bekommen. Als letztes Finish noch ein bisschen rotes Glitzer-Puder – fertig sind die Schwarzwälder-Kirsch-Minis am Stiel! Und hier die Zutaten für den Basis-Kuchen (ergibt eine Tarteform mit ca. 28cm Durchmesser, für 20 Pops brauchte ich etwas mehr als den halben Kuchen): 200g Butter und 200g Schokolade (ich nehme je eine Tafel Vollmilch und eine mit 85% Kakaoanteil) im Topf schmelzen …

Empfindsamer Stratege trifft auf ur-bayerischen Dickschädel

Kommissar Clemens Wallner ermittelt am Tegernsee – mit kühlem Kopf, leisen Tönen und einem äußerst empfindsamen “Innenleben”. Polizeiobermeister Leonhardt Kreuthner ist das ganze Gegenteil: mit urbayerischem Dickschädel gesegnet, stets “an Schmarrn” im Kopf, führt er Befragungen grundsätzlich im derbsten Dialekt und steht nicht selten mit einem Fuß selbst in Haft. Zu dumm nur, dass es (fast) immer Kreuthner ist, der zufällig auf Leichen stößt und damit die Arbeit an den verzwicktesten Mordfällen eröffnet… Autor Andreas Föhr hat ein Händchen für Dramatik, die Konstruktion kniffliger Fälle und das Entwerfen ausdrucksstarker Charaktere. Sicher, manche Situation, in die der chaotische Kreuthner gerät, wirkt fern jeder Realität, bringt jedoch den nötigen “Pfeffer” in die Handlung. Wer auf Lokalkrimis steht und keine Probleme mit gelegentlichen Dialekt-Einwürfen hat, sollte sich einen Wallner-Band vornehmen. Schon allein das spannende Privatleben von Wallners Großvater Manfred ist die Lektüre wert… Aus der “Wallner”-Reihe sind bisher folgende Bände erschienen:  Der Prinzessinnenmörder Schafkopf Karwoche Schwarze Piste Wolfsschlucht