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Brombeer-Marmorkuchen: Lila-Launebeeren

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Außen unspektakulär, innen bunt: Brombeeren sorgen bei diesem Marmorkuchen für Farbe

Wie ist denn Euer Verhältnis zu Brombeeren so? Heidelbeeren und Himbeeren springen einen ständig an, auf dem Markt, im Supermarkt, im Garten. Brombeeren sind dagegen eher seltener zu finden. Irgendwie spielen die sauren Beeren mit der tollen Farbe in meiner Küche kaum eine Rolle. Klar, früher wurden die Brombeeren zu Hause im Garten gepflückt und wanderten dann als Gelee in den Keller. Aber frisch von der Hecke naschen? Macht man sehr selten. Pur auf dem Kuchen sind sie auch nicht häufig zu finden. Ich finde, es ist an der Zeit, den Brombeeren zu einem Auftritt auf dem Blog zu verhelfen. Deshalb spielen sie heute eine Hauptrolle im Brombeer-Marmorkuchen. Was macht Brombeeren aus? Ihre knubbelige Form und das tiefe Violett, das fast schon Schwarz ist (bezeichnenderweise heißen sie im Englischen ja auch “blackberries”) und die Eigenschaft, mit ihrem Saft alles, aber auch wirklich alles, in Sekunden lila einzufärben. Hände, Klamotten, Küchenfliesen – kaum sind die Brombeeren los, können die Farbspiele beginnen. Farbspiele? Bingo! Das war auch schon das Stichwort für das neue Kuchenrezept. Wenn ich schon mit Brombeeren backen wollte, dann sollte das Ergebnis auch bunt werden.

Brombeeren sorgen für die farbige Marmorierung

Zuerst ist mir ein Käsekuchen mit Brombeeren eingefallen. Da die Käsekuchendichte hier auf dem Blog wirklich sehr, sehr hoch ist, habe ich mich dagegen entschieden. Welcher Kuchen eignet sich noch zum Einfärben…? Na klar: Marmorkuchen! Normalerweise wird ein Teil des Teiges mit Kakaopulver dunkelbraun gefärbt. Das ließe sich doch auch super mit Brombeeren machen, oder nicht? Ich kann Euch schonmal verraten, dass es ganz wunderbar funktioniert hat und der Kuchen eine Mamorierung in Lila bekommt. Von außen sieht er nach dem Backen zwar eher unspektakulär aus, eben wie ein ganz normaler Marmorkuchen. Beim Anschneiden kommt allerdings das lilafarbene Innenleben zum Vorschein – und die Begeisterung ist groß.

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Um den Marmorkuchen noch beeriger zu machen, habe ich ihm einen Guss aus Puderzucker, Brombeerpüree und einem Schluck Waldbeerlikör gegönnt. Fazit: Der Zuckerguss wird nicht nur zauberhaft lila, der Likör gibt ihm auch eine richtig schöne beerige Note und ein bisschen Pfiff. Den kann man natürlich weglassen, wenn Kinder mitessen oder man einfach keinen Alkohol verwenden möchte.

Bühne frei für die Brombeeren!

Brombeer-Marmorkuchen

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Zutaten

für den Kuchen

  • 250g sehr weiche Butter
  • 150g Zucker
  • 4 Eier
  • 300g Mehl
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 1 Päckchen Backpulver
  • ca. 200g frische Brombeeren

für den Guss

  • Puderzucker
  • 1 TL vom Brombeerpüree (beim Einfärben des Teigs “klauen”)
  • eventuell Waldbeerlikör

Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen und eine Springform mit Rohreinsatz (also eine für einen Kranzkuchen, bei uns sagt man auch “Kringen”) fetten.

Für den Teig wird die weiche Butter mit dem Zucker in der Küchenmaschine oder mit dem Mixer mehrere Minuten lang zu einer cremigen Masse aufgeschlagen. Dann die Eier einzeln hinzufügen und pro Ei mindestens eine halbe Minute lang weiterrühren.

Mehl, Puddingpulver (das macht den Kuchen hinterher übrigens schön locker) und Backpulver mischen und vorsichtig unterheben – nicht mehr zu stark rühren, damit der Teig luftig bleibt.

Ungefähr zwei Drittel des Teigs in die vorbereitete Backform füllen. Der Rest des Teigs wird eingefärbt. Dazu die Brombeeren in einen hohen Rührbecher geben und mit dem Pürierstab zu Mus pürieren.

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Weil ich nur die tolle Farbe, nicht aber die nervigen Kerne der Brombeeren im Kuchen haben wollte, habe ich das Mus durch ein Sieb in die Schüssel mit dem Teig gestrichen. Den Teig mit dem Brombeerpüree vermischen, sodass er gleichmäßig lila gefärbt ist.

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Jetzt geht es ans Marmorieren: Den lilafarbenen Teig auf dem hellen Teig in der Backform verteilen und eine Gabel spiralförmig durch beide Teige ziehen. So entsteht das Marmormuster.

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Die Oberfläche glattstreichen und den Kuchen auf einem Rost in der mittleren Schiene des Backofens für etwa 50 Minuten backen.Vor Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen prüfen, ob der Kuchen durchgebacken ist: Stäbchen hineinstechen, wieder herausziehen: Klebt noch Teig am Holz, braucht der Kuchen noch ein paar Minuten länger.

Ist der Kuchen fertig, kurz abkühlen lassen, dann aus der Form stürzen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

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Für den Guss den Puderzucker mit dem Brombeerpüree und eventuell Waldbeeren-Likör (alternativ kaltes Wasser) so lange verrühren, bis ein glatter Guss entstanden ist. Den Zuckerguss auf dem Kuchen verteilen und entweder an den Seiten herunterlaufen lassen oder mit einem Pinsel gleichmäßig verstreichen. Wer mag, kann noch ein paar frische Brombeeren als Deko auf den Kuchen setzen. Übrigens: Wer keinen Zuckerguss mag, kann den Kuchen auch einfach mit etwas Puderzucker bestäuben.

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