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Heute mal vegan: Haferflocken-Himbeercookies

Keksige Knabberei ganz ohne Zucker

Kaum kommt das Wochenende in Sicht, bricht der Tumult los: Das Teufelchen auf der linken Schulter flüstert diabolisch grinsend in mein Ohr. “Los, back Kekse mit ordentlich Schokolade drin! Ist schließlich Wochenende…” Alarmiert kontert der weißgeflügelte Kollege auf der rechten Schulter: “Nein, bloß nicht! Zu viel Zucker, zu viel Fett, zu viel überhaupt!” Der Teufel gibt keine Ruhe: “Komm schon, nur ein paar!” Das will das Engelchen partout nicht hören: “Auf keinen Fall! Das muss doch nicht schon wieder sein.”

Genervt von dem Gezanke und Geplärre muss ich einschreiten. Irgendwie haben ja beide Recht. Am Wochenende gibt es nachmittags Kaffee und gerne auch ein Stück Kuchen oder Kekse. Andererseits macht sich auch das schlechte Gewissen breit, weil diese Kalorien auch locker eingespart werden könnten. O.k. Jungs, wie wäre es mit einem Kompromiss? Kekse ja, Schoki und Butter nein – what about Haferflocken-Himbeercookies mit knackigen Walnüssen und nebenbei auch noch vegan, zucker- und weißmehlfrei?  Mh, es wird verdächtig ruhig, also schnell in die Küche und ran ans Backblech.

Hier sind die Zutaten für 13 Himbeer-Cookies:

200g zarte Haferflocken

40g Kokosblütenzucker (oder jeder andere, oder auch Ahornsirup…)

2 EL Mandelmus ohne Zucker

1 TL Kokosöl

100ml Mandelmilch

eine Handvoll TK-Himbeeren

ein paar gehackte Walnüsse

Zuerst den Backofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Die Zutaten – bis auf die Himbeeren – zu einem Teig verkneten.

Himbeercookies Teig

Ganz zum Schluss erst die gefrorenen Beeren dazugeben, sonst würde es Matsch geben. Eine Küchenmaschine oder ein Mixer ist dazu nicht nötig.

Jetzt aus der Masse kleine Kugeln formen, plattdrücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wie groß die Cookies werden, hängt von der Größe der Teigkugeln ab. Bei mir sind 13 Cookies herausgekommen – natürlich kann man sie auch größer oder kleiner formen.

Himbeercookies Blech

Nach einer Backzeit von ca. 20 Minuten auf der mittleren Schiene sind die Kekse fertig.

Himbeercookies

Die Kekse sind um Einiges kompakter als “normale” Schokokekse, aber wer auf Zucker und Weißmehl verzichtet oder sich vegan ernährt, hat mit den Himbeer-Cookies eine echt leckere Alternative für den Nachmittagskaffee. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass man sie als Frühstückskekse essen möchte – satt machen sie auf jeden Fall sehr gut!

Klein & knackig: Macadamia-Cantuccini

Die schönste Zeit des Jahres hat begonnen: Die Plätzchen-Saison… Die ersten Sorten sind sicher in Dosen verstaut und warten auf gemütliche Advents-Tage mit Kaffee, Tee und Kerzenschein.
Beim Italiener werden sie gerne zum Kaffee serviert: Cantuccini, das knackige Mandelgebäck, das sich so herrlich in den Kaffee tunken lässt. In meiner Variante – die übrigens vegan ist – kommen statt Mandeln Madacamianüsse in den Teig. Knuspert dank zweimaligem Backen genauso, bietet aber ein interessantes Geschmackserlebnis.

Für ca. 60-75 Stück (je nach Durchmesser der Teigrollen) benötigt man: 

125g Macadamianüsse, ungesalzen (wer nur gesalzene findet: kein Problem, einfach in einem Sieb unter kaltem Wasser abspülen, schon ist das Salz abgewaschen)

260g Mehl

100g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

20g Speisestärke

1/2 TL Backpulver

wer mag: einen Schuss Amaretto

60ml Pflanzenöl (kein Olivenöl, denn der Geschmack wäre zu heftig! Ich habe Kokosöl verwendet)

100ml Mandelmilch

100g Macadamia-Creme (gibts z.B. von Alnatura, es geht aber auch mit Erdnusscreme oder Mandelmus – Hauptsache, cremig und nussig!)

Der Backofen wird auf 160 Grad bei Umluft vorgeheizt.

Für den Teig alle trockenen Zutaten in einer Schüssel vermischen. Dann Mandelmilch, Amaretto, Macadamia-Creme und Öl hinzufügen und alles mit den Knethaken der Küchenmaschine oder mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Zum Schluss die ganzen Macadamias unterkneten.

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Der Teig ist durch das viele Öl und das Fett aus der Creme sehr weich und “flutschig”, das muss aber genauso sein, bitte kein Mehl mehr unterkneten! Ein Backblech mit Backpapier auslegen und aus dem Teig mehrere “Würste” mit ca. zwei bis drei Zentimeter Durchmesser formen. Sie müssen gar nicht perfekt rund sein, Plätzchen dürfen schließlich nach Handarbeit aussehen! 😉

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Auf der mittleren Schiene ca. 35 Minuten backen. Dann das Blech aus dem Ofen nehmen und die Teigrollen kurz abkühlen lassen. Noch warm werden sie mit einem scharfen Messer in Scheiben geschnitten, bevor alles noch einmal für rund 7 Minuten bei gleicher Temperatur gebacken wird.

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Durch die zweite Runde im Ofen erhalten die Cantuccini ihre typische Knusprigkeit. Dadurch sind sie auch bis zu acht Wochen in einer Dose verschlossen haltbar (was utopisch ist, denn sie sind einfach zu lecker…).