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Torta Nua mit Johannisbeeren: Dolci zum Kaffee {Urlaubsbäckerei}

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Saftige Törtchen aus Rührteig und Ricotta

“Felicità, è tenersi per mano, lalala la la lala, felictà…” Hach, ich liebe Italien – deshalb gibt’s heute auch Törtchen im Stil der Torta Nua. Für den fruchtigen Kick sorgen Johannisbeeren. Ein Tag am Wasser, viel Sonne, ein kühles Bad und dann natürlich dolci und Kaffee. Na, klingt das nach dolce vita? Sag ich doch. Seit Ewigkeiten gehört Italien zu meinen Lieblingsländern. Ist ja auch kein Wunder bei den traumhaften Landschaften, der unfassbar guten Küche und natürlich den bunten Märkten. Und dann erst diese Sprache! Höre ich Italienisch, bekomme ich sofort gute Laune und bei italienschen Songtexten geht mein Herz auf.

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Herr krimiundkeks und ich waren auch schon öfter in Italien und er teilt zum Glück meine Begeisterung. Vielleicht fahren wir deshalb auch italienische Autos – einen Fiat 500 Oldtimer und einen Fiat 124 Spider, dazu kommt noch eine Oldtimer-Vespa. Böse Zungen behaupten übrigens, dass der Schüleraustausch in Rom kurz nach dem 18. Geburtstag meinem Fahrstil nicht unbedingt gutgetan hat. Ähm… das lassen wir jetzt mal so stehen. Nur so viel: Fluchen hört sich auf Italienisch einfach besser als auf Deutsch, auch im Auto…

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Klar, dass in meiner Serie “Urlaubsbäckerei” italienisches Gebäck nicht fehlen darf. Die Auswahl ist mir wirklich schwergefallen. Zuerst dachte ich über Canolli aus Sizilien nach. Aber ob ich die so perfekt und knusprig hinbekommen hätte wie die Profis in Catania, wo wir sie vor einigen Jahren gegessen haben, konnte ich mir nicht vorstellen. Amarettini wären auch noch eine Option gewesen (vielleicht kommen die ja noch…). Entschieden habe ich mich für die nicht ganz so bekannte Torta Nua.

Im Original wird der Rührkuchen entweder mit Konditorcreme oder mit Ricotta, der etwas krümeligen Frischkäsesorte, gefüllt. Auf einen Rührteig werden “Nester” aus Creme gesetzt, die dann beim Backen etwas in den Teig einsinken. Häufig kommen auch noch Früchte in die Torta Nua. Weil sie gerade reif sind und ich die sauren Früchtchen total mag, kommen bei Johannisbeeren zum Einsatz. Die geben auch gleich einen schönen, säuerlichen Kontrast zum süßen Teig und der Füllung. Anstelle eines runden Kuchens in einer Springform gibt es bei mir Torta Nua im Miniformat. Ich habe sie in kleinen Förmchen aus Silikon gebacken, die in etwa das Volumen von Muffinmulden in einem Blech haben. Ihr könnt die Törtchen also auch einfach als Muffins backen.

Wer sich jetzt fragt, was “Nua” eigentlich auf Italienisch heißt, wird leider noch etwas weiterrätseln müssen: Es gibt keine Übersetzung. Hört sich aber trotzdem nach Süden und Dolci an, also was soll’s? 😉

Allora, andiamo in cucina!

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Torta Nua mit Johannisbeeren im Miniformat

Zutaten für 8 Törtchen (bzw. Muffins)

Rührteig

  • 50g Zucker
  • 2 Eier, Größe M
  • 65g sehr weiche Butter
  • 1 TL Vanillepaste
  • 1 TL Orangenschale
  • 130g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • evtl. ein Schluck Milch

Ricotta-Füllung

  • 200g Ricotta
  • 25g Zucker
  • 1 Ei, Größe M

und außerdem

  • ca. 100g Johannisbeeren

Zubereitung

Zuerst den Backofen auf 170 Grad Umluft vorheizen und die Törtchenformen einfetten.

Dann für den Rührteig Zucker, Vanillepaste und Eier mit dem Schneebesen des Mixers oder der Küchenmaschine cremig aufschlagen. Das dauert einige Minuten. Danach die Butter dazugeben und weiterrühren. Zum Schluss noch Mehl, Backpulver und Orangenschale unterrühren. Falls der Teig zu fest sein sollte, einfach einen Schluck Milch dazugeben.

Für die Füllung Ricotta, Ei und Zucker in einer kleinen Schüssel glattrühren.

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Die Johannisbeeren von den Rispen zupfen und eventuell waschen (falls sie nicht vom eigenen Strauch und ungespritzt sind).

Jeweils einen gehäuften Esslöffel Teig in die Förmchen füllen.

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Darauf einen Klecks Ricottacreme setzen und einige Johannisbeeren darübergeben.

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Die Torta Nua im Miniformat backen im vorgeheizten Ofen auf einem Rost im unteren Drittel für ca. 20 bis 25 Minuten. Holt die Form aus dem Ofen und lasst sie einige Minuten stehen. Dann die Törtchen vorsichtig aus den Förmchen lösen und auf einem Gitter komplett abkühlen lassen. Backt aus den restlichen Zutaten weitere Törtchen, bis alles aufgebraucht ist. Bei mir hat die Menge der Zutaten acht Törtchen ergeben.

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Wer mag, kann die kleinen Torta Nua vor dem Servieren noch mit etwas Puderzucker garnieren.

4 Kommentare

  1. karin sagt

    Hallo liebe Christina,

    tolles Rezept …..gibt es auch eine Alternative für den Ricotta-Käse??

    An meinen Johannisbeersträuchern sind noch Früchte dran…könnte noch passen.

    LG…Karin..

    • Hallo Karin,
      ich würde keine Alternative zu Ricotta verwenden, denn mit seiner Konsistenz und seinem Geschmack macht er das gewisse Extra der Torta Nua aus.
      Viele Grüße
      Christina

  2. Hallo Christina,
    ein ganz tolles Rezept, das ich mit Sicherheit demnächst nachbacken werde, vielen Dank!
    Grüße aus Kürnach.
    Die Dauerleserin (dauerleserin.de)

    • Hallo liebe Dauerleserin,
      danke für Deinen Kommentar. Es freut mich sehr, dass Dir mein Rezept gefällt. Viel Spaß beim Nachbacken!
      LG Christina

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