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Apfel-Zupfkuchen: Käsekuchen-Klassiker im Herbstoutfit

Ein Muss für alle Käsekuchen- und Herbstfans

Zupfkuchen geht doch einfach immer, oder? Und mit Äpfeln und einer hübschen Deko lässt er sich auch easy für den Herbst stylen – als Apfel-Zupfkuchen. Cremige Käsekuchenmasse, dunkler Mürbeteig und eine Deko aus gezupften Teig-Flecken: Mehr braucht man gar nicht für einen der Klassiker auf der Kaffeetafel. Zupfkuchen – oder auch Russischer Zupfkuchen – kennt eigentlich jeder. Ob man ihn mag, muss jeder für sich entscheiden. Ich für meinen Teil liebe Zupfkuchen auf jeden Fall! Aber ich bin ja insgesamt ein großer Käsekuchenfan.

Warum? Weil man Käsekuchen einfach in unzähligen Varianten backen kann: Mit Streuseln, mit Früchten, ohne Boden oder mit Boden, gebacken oder aus dem Kühlschrank – muss ich noch mehr aufzählen? Auch mit dem Zupfkuchen kann man jede Menge anstellen. Für heute habe ich ihn in ein Herbst-Outfit gesteckt.

Wie jetzt? Mit Steppweste? Nix da: Mein Zupfkuchen bekommt eine fruchtige Füllung aus Äpfeln und eine Deko aus kleinen Teig-Äpfeln. Ich alte Deko-Queen (nicht… hüstel…) habe natürlich Plätzchenausstecher in allen Formen und Größen. Ok. Sterne. Und Tannenbäumchen. Und Sylt. Bei herbstlichen Motiven muss ich allerdings passen.

Apfel-Zupfkuchen

Das ist aber kein Problem und schon gar kein Grund, zu verzweifeln. Man muss sich nur zu helfen wissen. Wenn kein Ausstecher da ist, baue ich mir eben meine eigene Schablone. Wer gut zeichnen kann, zeichnet sich einfach den Umriss eines Apfels auf ein Stück Papier oder Pappe, schneidet die Form aus legt sie auf den ausgerollten Mürbeteig. Ich habe ein bisschen geschummelt und im Internet auf dem Tablet nach „Icon Apfel“ gesucht. Dann einfach ein weißes Blatt Papier aufs Tablet legen und die Umrisse des gewünschen Icons durchpausen. Fertig.

Seid Ihr bereit für einen herbstlichen Apfel-Zupfkuchen? Let’s go!

Apfel-Zupfkuchen

Zutaten für einen Kuchen mit einem Durchmesser von 18cm

Mürbeteig für Boden, Rand und Deko

  • 250g Mehl
  • 125g kalte Butter in kleinen Würfeln
  • 1 Ei
  • 75g Zucker
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Apfelkompott

  • 3 mittelgroße, säuerliche Äpfel
  • 80ml Apfelsaft
  • 2 EL Zucker
  • 1 TL Vanillepaste
  • Zimt nach Lust und Laune
  • wer mag: Rosinen in Rum oder ohne Rum

Käsekuchenmasse

  • 500g Quark
  • 3 Eier, Größe M
  • 2 EL Speisestärke
  • 75g Zucker
  • außerdem: Stift & ein Blatt weißes Papier

Zubereitung

Zuerst den Mürbeteig kneten, denn der muss für mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen. Für den Teig alle Zutaten mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Mixers (oder direkt mit der Hand) solange miteinander verkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Sollte er noch zu klebrig sein, einfach noch etwas Mehl unterkneten. Den Teig flachdrücken und für eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen.

In der Zwischenzeit könnt Ihr das Apfelkompott kochen. Schält die Äpfel, schneidet sie in Viertel und entfernt das Kerngehäuse. Die Viertel zuerst in Spalten und diese dann in kleine Stücke schneiden und in einen Topf geben. Apfelsaft, Zucker, Zimt und Vaillepaste dazugeben. Alles aufkochen und so lange köcheln lassen, bis die Äpfel weich und leicht zerfallen und das Kompott die Konsistenz hat, die Euch gefällt. Wer Rosinen mag, kann diese jetzt mit zum Kompott geben. Den Topf zur Seite stellen.

Für die Käsekuchenmasse rührt Ihr alle Zutaten mit dem Schneebesen zu einer cremigen Masse.

Jetzt ist es Zeit, den Backofen vorzuheizen: 170 Grad Umluft. Legt den Boden einer Springform (18cm Durchmesser) mit Backpapier aus und fettet den Rand ein.

Nehmt den Teig aus dem Kühlschrank und teilt etwa ein Drittel ab. Dieses drückt Ihr als Boden in die Form. Aus einem weiteren, guten Drittel zieht Ihr den Rand hoch.

Stecht den Teigboden mit einer Gabel mehrmals ein und füllt das Apfelkompott in die Form. Darauf gießt Ihr die Käsekuchenmasse und streicht die Oberfläche glatt.

Jetzt ist noch eine kleine Bastelstunde angesagt, denn Ihr braucht noch die Deko für den Apfel-Zupfkuchen. Rollt dazu den restlichen Mürbeteig nicht zu dünn auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder auf Backpapier aus. Ich habe mir, wie gesagt, eine Apfelschablone aus dem Internet abgepaust. Egal wie: Ihr braucht ein Stück Papier in Apfelform, ob frei Hand oder mit ein bisschen Tricksen.

Apfel-Zupfkuchen

Diese Schablone legt Ihr auf den ausgerollten Teig und schneidet mit einem kleinen, spitzen Messer Äpfel aus dem Teig. Bei der Größe meiner Schablone sind fünf Äpfel herausgekommen. Das hängt aber ganz davon ab, wie groß Ihr die Äpfel haben möchtet – Ihr seid Eure eigenen Kuchenchefs! Legt die ausgeschnittenen Teig-Äpfel auf die Käsekuchencreme.

Der Apfel-Zupfkuchen backt auf einem Rost im unteren Drittel des vorgeheizten Backofens für ca. 45 Minuten. Ich habe in den letzten 10 Minuten der Backzeit den Rost eine Schiene höher eingelegt, weil mir die Bräunung noch nicht stark genug war. Ihr kennt Euren Herd am Besten und wisst, was zu tun ist… Nach Ende der Backzeit schaltet Ihr den Backofen aus und öffnet die Klappe ein kleines Stück. Ich klemme immer einen Pfannenwender aus Holz in der Tür ein, sodass wirklich nur ein kleiner Schlitz offen ist. Lasst den Apfel-Zupfkuchen für eine Weile im Herd abkühlen, dann könnt Ihr ihn herausnehmen und in der Form auf einem Rost komplett auskühlen lassen. Wie immer bei Käsekuchen gilt auch hier: Der Zupfkuchen schmeckt am Besten, wenn er komplett kalt ist – im Idealfall über Nacht stehen lassen.

Apfel-Zupfkuchen

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