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Hafenkino inklusive: Urlaub im Netzschuppen Kappeln {Werbung}

Ankommen, wohlfühlen, Aussicht aufs Wasser genießen

Na, wie klingt das: Ihr steht morgens am Fenster, trinkt den ersten Kaffee des Tages und schaut den Seglern beim An- und Ablegen zu. Und zwar direkt unter Eurem Balkon. Gut? Finde ich auch. Erleben könnt Ihr genau das bei einem Urlaub im Netzschuppen Kappeln. „Ich will ans Wasser.“ „Ein Haus direkt am Hafen wäre doch mal was.“ So begannen Herr krimiundkeks und ich die Überlegungen für unseren Urlaub im September. Wasser ist eigentlich immer ein Muss bei uns und der Norden Deutschlands gehört auch zu unseren Favoriten. Dass es gerne einmal außergewöhnlich sein darf, darüber gibt es bei uns ebenfalls nie Diskussionen. Den Jackpot in Sachen Unterkunft für die Urlaubswoche entdeckten wir schließlich – und aus purem Zufall – beim Stöbern im Internet: Den Netzschuppen in Kappeln an der Schlei.

Urlaub im Schuppen, das haben die doch schon einmal gemacht, oder? Vielleicht runzelt Ihr gerade verwundert die Stirn und überlegt, was das noch gleich war. In der Tat sind wir vor drei Jahren mit einem „Schuppen“-Hausboot über die Havel getuckert. Mit diesem Schuppen hat der Netzschuppen Kappeln allerdings so wenig zu tun wie Schokokekse mit Spaghetti Bolognese. 😉

Architektur im Stil nordischer Netzschuppen

Direkt am Fischereihafen sind in Kappeln fünf Lofthäuser im Stil nordischer Netzschuppen entstanden: Die Netzschuppen. Die fünf Häuser gehören zum Hotel Pierspeicher direkt nebenan und wurden vom Kappelner Architekten Gregor Sunder-Plassmann entworfen. Außen schwarzes Holz und viel Glas, innen Gemütlichkeit pur – für mich waren die Lofthäuser (Urlaubs-)Liebe auf den ersten Blick. Ohne Übertreibung: Würde mir jemand sagen, pack Deinen Kram zusammen und zieh um, ich wäre in Nullkommanix startklar.

Netzschuppen

Von außen sieht man es den Netzschuppen nicht an, aber die Häuser sind jeweils insgesamt 100 Quadratmeter groß und bieten Platz für insgesamt vier Personen (ab 18 Jahren, Urlaub mit Kindern unter 18 ist nicht möglich). Im Erdgeschoss parkt man das Auto quasi direkt unter dem Esstisch. Besonders praktisch fand ich den kleinen Vorraum, durch den man das Haus betritt. Dort kann man seine Schuhe und (nassen) Jacken ausziehen, sodass kein Schmutz ins Haus kommt.

Der Begriff „Hygge“ trifft die Inneneinrichtung und Gestaltung der Netzschuppen auf den Kopf. Wir haben uns auf Anhieb wohlgefühlt. Das liegt zum einen natürlich daran, dass der Wohnraum sehr offen gehalten ist und durch die Glasfront und die Oberlichter viel Licht in den Raum fällt. Zum anderen sorgen die weißen Wände, die Holzböden und die Möbel im Skandi-Style sofort für Gemütlichkeit. Clean, pur und ohne Firlefanz – kein Griff an den Küchenschränken und kein überflüssiges Teil stört das Blickfeld. „Das ist Entspannung für die Augen“, habe ich zu Herrn krimiundkeks gesagt. Dazu tragen auch die hellen Farben und natürlichen Materialien von Boden und Möbeln bei. Was ich mir noch sehr gut vorstellen kann, ist ein großformatiges Bild an der Wand über der Küche.

Im Zentrum steht ganz klar der Wohn-Ess-Bereich, der den größten Teil des Netzschuppens ausmacht. Darüber liegt noch ein Halbgeschoss mit einem sehr gemütlichen Sessel.

Netzschuppen

Dort oben befindet sich auch das zweite Schlafzimmer, das mit einer Falttür zu einem separaten Raum wird.

Zum Zimmer gehört ein kleines WC. Wir haben im Schlafzimmer im unteren Teil – nennen wir es „das erste Halbgeschoss“ – geschlafen. Dort gab es einen großen Kleiderschrank und direkt nebenan das große Duschbad.

Vom unteren Schlafzimmer gelangt man auf eine Terrasse, auf der es zwei Sessel mit Tisch und einen Blick in den Hanggarten hinter dem Haus gibt.

Unser persönliches Highlight waren die beiden Korbsessel vor dem großen verglasten Giebel. Von dort hat man einen Logenplatz fürs Hafenkino. Direkt vor der Haustür befinden sich die Gastanleger, wo es immer etwas zu beobachten gibt. Das große, bodentiefe Fenster lässt sich komplett zur Seite schieben, sodass man bei sonnigem Wetter direkt über dem Hafenkai sitzen und die Aussicht auf die berühmte Klappbrücke von Kappeln genießen kann. Immer eine Viertelstunde vor der vollen Stunde öffnet sich das Bauwerk, um die Schiffe durchzulassen.

Wer sich im Netzschuppen einquartiert, sollte auf jeden Fall darauf vorbereitet sein, von vorbeikommenden Touristen angesprochen zu werden. Die fünf hübschen Häuser fallen auf und die große Glasfront ist natürlich eine Einladung, einen Blick nach oben ins Haus zu werfen. Uns persönlich macht das nichts aus, wir haben zu Hause auch einen verglasten Giebel und keine Vorhänge. Ich selbst würde vor dem Netzschuppen auch stehenbleiben und neugierig hineinschauen. Wir haben gerne Fragen beantwortet und allzu aufdringlichen „Gaffern“ auch mal freundlich zugewunken. Eine gute Gelegenheit, mit Menschen ins Gespräch zu kommen. 😉 Unsere Nachbarn im Schuppen nebenan haben die Vorhänge zugezogen, damit niemand etwas sehen kann. Das kam für uns nicht in Frage: Man selbst will ja schließlich auch aufs Wasser schauen.

Wer möchte, kann sein Frühstück im benachbarten Hotel Pierspeicher buchen. Wer selbst Frühstück machen möchte, holt seine Brötchen beim Bäcker am Hafen, den man zu Fuß in zwei Minuten erreicht. Abends haben wir uns dazu entschieden, essen zu gehen. Die Küche im Netzschuppen ist allerdings perfekt ausgestattet, sodass man dort auch problemlos selbst kochen kann. Vor alle Kaffeefreunde haben die Qual der Wahl: Es gibt sowohl eine Kapselmaschine als auch eine Frenchpress und im Hochschrank versteckt sich auch noch eine Filtermaschine. Zur Begrüßung gibt es eine Grundausstattung an Kaffeekapseln und -pulver. Vorhanden sind außerdem Spülmaschinentabs, Spültücher, Toilettenpapier und Duschgel, Shampoo und Bodylotion. Ach ja: W-Lan gibt’s natürlich auch.

Netzschuppen

Wer seine Fahrräder mit in den Urlaub nehmen möchte, kann diese nebenan in der Garage des Hotels einschließen. Wir hatten unsere hinter dem Auto in unserer Garage stehen – wir fahren keine E-Bikes, also ist die Chance, dass die „Drahtesel“ geklaut werden, mehr als gering…

Für uns verging die Woche wie im Flug. Vom Netzschuppen aus erreicht man die Fußgängerzone von Kappeln in wenigen Minuten, auch die Gastronomie am Hafen ist schnell erreicht. Mit dem Rad startet man direkt von der Haustür aus zu Touren entlang der Schlei. Deutschlands kleinste Stadt, Arnis, ist nur fünf Kilometer von Kappeln entfernt, bis nach Kiel und Flensburg braucht man mit dem Auto jeweils eine knappe Stunde, bis nach Schleswig noch weniger. Wer lieber mit dem Schiff unterwegs ist: Am Hafen starten auch die Ausflugsfahrten.

Netzschuppen

Wir waren mit Sicherheit noch nicht zum letzten Mal im Netzschuppen zu Gast – für eine Woche voller Entspannung war das Haus die perfekte Wahl für unseren Urlaub. Auch ein verregneter Mittwochnachmittag war kein Thema: Ich habe es mir mit einem Buch im Sessel gemütlich gemacht, der Gatte hat eine halbe Etage tiefer auf der Couch entspannt. Ich stelle mir es auch im Winter herrlich vor: Bei einer langen Tour an der Schlei eine kalte Nase holen und dann gemütlich vorm großen Fenster einen heißen Kaffee mit Aussicht genießen und aufwärmen…

Netzschuppen

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