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Eierlikör-Käsekuchen {Osterbäckerei}

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Der kultige Likör verleiht dem Käsekuchen den Oster-Kick

Wenn es auf Ostern zugeht, ist beim Einkaufen ein seltsames Phänomen zu beobachten: In den Körben landet immer häufiger Eierlikör, der während des restlichen Jahres ein eher einsames Dasein im Fusel-Regal fristet. Das ist – wie ich finde – gar nicht fair, denn der dickflüssige Likör ist echt vielseitig einsetzbar. Brechen wir also eine Lanze für den Eierlikör. Ich gehe mit gutem Beispiel voran und bringe Euch heute einen Eierlikör-Käsekuchen mit. Immer wieder wird Eierlikör als Getränk der Großmütter bezeichnet. Wenn ich mich einmal kurz zurück erinnere, stelle ich allerdings fest, dass weder meine eine, noch meine andere Oma die Likör-Buddel beim Kaffeekränzchen kreisen ließ. Wenn überhaupt, gab es bei einer meiner Omas hin und wieder mal einen Schluck schrecklich süßen Kirschlikör, aber Eierlikör wurde nicht getrunken.

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Die Flasche mit dem gelben Inhalt fand sich in unserem Kühlschrank nur dann, wenn ein Eierlikörkuchen – also der klassische Rührkuchen – gebacken wurde. Standen runde Geburtstage an, wurde auch ab und an einmal eine Eierlikörtorte mit Sahne und Schokostückchen gebacken, auf deren Oberfläche ein kleiner See aus Eierlikör gegossen wurde.

Eierlikör – eine echt vielseitige Zutat

Als wir als Jugendliche anfingen, auf Disocoabende zu gehen, genehmigten wir uns manchmal einen Sahnelikör – ich glaube, wenn uns einer mit Eierlikör gekommen wäre, wir hätten ihn ausgelacht und uns geschüttelt. Das erste Revival habe ich vor ein paar Jahren im Skiurlaub erlebt. In unserem Hotel gab es eine unfassbar leckere Kaffee-Kreation mit Schoki und Eierlikör – ein Glas hat vermutlich ausgereicht, um die auf der Piste verlorenen Kalorien wieder einzufahren. 😉 Immer öfter tauchte dann auch ein heißes Getränk auf den Skihütten auf: “Schneewittchen” oder “Bombardino” – heißer Eierlikör mit Sahne (und im zweiten Fall auch noch mit Rum).

Es wird also höchste Zeit, das als altmodisch verschriene Getränk aus dem staubigen Regal zu befreien. Damit bin ich nicht allein, denn in den vergangenen Wochen tauchten auf Blogs, Instagram und Co. immer mehr Rezepte mit Eierlikör auf. Ich mag das Likörchen einfach als Zutat beim Backen, denn Eierlikör macht Kuchen super-saftig. Klar, pur getrunken ist er nicht jedermanns Fall, aber im Rührkuchen oder über einen Schokokuchen geträufelt, ist er ein leckerer Kombinationspartner. Auf krimiundkeks findet Ihr bereits einige Rezepte mit Eierlikör: einen Gugelhupf mit Eierlikör, diese sehr niedlichen Schafe und eine Tarte mit Rhabarber und Erdbeeren. Was noch fehlt (zumindest bisher), ist ein Eierlikör-Käsekuchen. Das ändert sich jetzt, denn: Tadaa, hier kommt das Rezept!

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Eierlikör-Käsekuchen

Zutaten für eine 18cm-Springform

Boden

  • 100g Schoko-Butterkekse
  • 50g geschmolzene Butter
  • 1 TL Backkakao

Käsekuchenmasse

  • 500g Magerquark
  • 2 Eier
  • 40g Zucker
  • 1/2 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • 75ml Eierlikör

Deko

  • Eierlikör

Zubereitung

Zuerst eine Springform mit 18 Zentimetern Durchmesser mit Backpapier auslegen und den Backofen auf 175 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Für den Boden die Butterkekse fein zerbröseln (mit einer Küchenmaschine oder per Hand im Gefrierbeutel und dann mit dem Nudelholz verhauen) und mit der geschmolzenen Butter vermischen. Mir war die Masse noch nicht schokoladig und dunkel genug, deshalb habe ich noch einen Teelöffel Backkakao dazugegeben. Den könnt Ihr natürlich auch weglassen, kein Problem. Die Bröse-Butter-Masse auf dem Boden der Springform verteilen und die Form in den Kühlschrank stellen.

Für die Käsekuchenmasse alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Schneebesen des Mixers oder der Küchenmaschine zu einer cremigen Masse verrühren.

Die Form aus dem Kühlschrank holen und die Quarkmasse auf dem Boden verteilen. Mit einem Löffel glattstreichen und ab in den Ofen mit dem Käsekuchen. Der Kuchen backt auf der mittleren Schiene für etwa 40 Minuten. Weitere 20 Minuten backe ich den Käsekuchen mit Umluft. Danach die Backofentür einen Spalt breit öffnen – ich klemme immer einen Holzlöffel in der Tür ein – und den Kuchen im Ofen etwas abkühlen lassen. Dann herausnehmen und in der Form komplett auskühlen lassen.

Vor dem Servieren habe ich dem Käsekuchen noch einen kräftigen Schluck Eierlikör gegönnt – wer das nicht mag, lässt den Likör auf dem Kuchen einfach weg.

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P.S.: Ihr wollt den Eierlikör-Käsekuchen in einer 26er-Springform backen? Kein Problem: Verdoppelt einfach die Menge der Zutaten und gönnt dem Kuchen eventuell ein paar Minuten Backzeit extra.

Wie sieht’s bei Euch aus: Seid Ihr Team Eierlikör oder mögt Ihr den gar nicht?

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